GNOME: Unterschied zwischen den Versionen

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GNOME ist neben KDE eine weitere große Desktop-Umgebung, vor einiger Zeit noch war GNOME sogar die zweit-größte, dies änderte sich jedoch etwas nachdem die Entwickler die Version 3.0 heraus gebracht haben. Diese Version änderte die Optik und Bedienung auf einen Schlag extrem, die meisten Nutzer suchten sich andere grafische Umgebungen. Inzwischen ist GNOME 3 gar nicht mehr so übel, in diesem Beitrag werden wir uns GNOME etwas genauer ansehen.
 
GNOME ist neben KDE eine weitere große Desktop-Umgebung, vor einiger Zeit noch war GNOME sogar die zweit-größte, dies änderte sich jedoch etwas nachdem die Entwickler die Version 3.0 heraus gebracht haben. Diese Version änderte die Optik und Bedienung auf einen Schlag extrem, die meisten Nutzer suchten sich andere grafische Umgebungen. Inzwischen ist GNOME 3 gar nicht mehr so übel, in diesem Beitrag werden wir uns GNOME etwas genauer ansehen.

Aktuelle Version vom 13. Mai 2018, 19:33 Uhr

Informationen

GNOME ist neben KDE eine weitere große Desktop-Umgebung, vor einiger Zeit noch war GNOME sogar die zweit-größte, dies änderte sich jedoch etwas nachdem die Entwickler die Version 3.0 heraus gebracht haben. Diese Version änderte die Optik und Bedienung auf einen Schlag extrem, die meisten Nutzer suchten sich andere grafische Umgebungen. Inzwischen ist GNOME 3 gar nicht mehr so übel, in diesem Beitrag werden wir uns GNOME etwas genauer ansehen.

GNOME 3.x ist ein moderner Desktop der vor allem für kleinere Bildschirme optimiert wurde - wie etwa Tabletts und Smartphones, ist inzwischen jedoch auch am Desktop oder Notebook problemlos nutzbar, hier einmal gleich ein Bild der grafischen Oberfläche:

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

GNOME installieren

Unter auf Debian basierenden Linux-Distributionen (wie etwa auch Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint, ...) installieren Sie diese Desktop-Umgebung ganz einfach über die Paket-Verwaltung APT - Software installieren, löschen, aktualisieren durch das entsprechende Paket. Direkt unter Debian nennt sich das Paket "gnome", unter Ubuntu und darauf basierenden Systemen durch das Paket "gnome" oder "ubuntu-gnome-desktop" (Ubuntu-typisch). Nach der Installation melden Sie sich vom Desktop ab, wählen im Login-Fenster den Eintrag "GNOME" und melden sich wieder an. Beim ersten Start kann der Login einige Sekunden dauern da erst alle Daten der Umgebung erzeugt werden - anschließend sitzen Sie vor einem Desktop dem Bild oben entsprechend.

Der Desktop

Grundlegend finden Sie am oberen Bildschirmrand das so genannte Panel das der Taskleiste unter Windows entspricht - klicken Sie links in diesem Panel auf den Eintrag "Aktivitäten" öffnet sich eine Art Universal-Menü:

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

In diesem Menü finden Sie links eine Leiste die oft benötigte Anwendungen als Starter anbietet - ein Klick auf das passende Icon und schon wird das Menü geschlossen und die Anwendung geöffnet - klicken Sie nochmals auf das Menü wird die geöffnete Anwendung ebenfalls in diesem Menü angezeigt, sind dies mehrere werden alle geöffneten angezeigt:

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

Ein Klick auf das jeweilige Fenster und dieses wird am Desktop angezeigt - so oder eben auf die alt bekannte Art mit der Tastenkombination "Alt + Tab" wechselt man zwischen den geöffneten Fenstern. In der schon genannten Leiste sind natürlich nicht alle installierten Anwendungen vorhanden - um alle installierten anzuzeigen klicken Sie ganz einfach auf das Icon ganz unten in der Leiste:

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

Diese Liste wirkt nun wie ein Menü mit allen Anwendungen, will man hier nicht immer alles durchsuchen gibt man ganz einfach die ersten Buchstaben der jeweiligen Anwendungen ein - dazu ist es nicht einmal nötig sich durch das untere Icon alle Icons anzeigen zu lassen - tippen Sie im geöffneten Menü einfach drauf los:

Ganz rechts wenn Sie es schon gesehen haben finden sich im Menü zwei kleine Fenster - dies sind die virtuellen Arbeitsflächen. Bewegt man den Mauszeiger auf diese werden sie ausgeklappt:

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

Im Menü angezeigte Anwendungen lassen sich nun ganz einfach auf die gewünschte Arbeitsfläche verschieben - GNOME sorgt dafür das immer eine dieser virtuellen Arbeitsflächen frei bleibt, Sie sehen zu Beginn zwei, befüllen Sie die zweite mit einer Anwendung wird eine weitere freie Fläche geschaffen.

Nicht jeder ist mit der Leiste und deren Inhalt zufrieden, man sucht sich ganz einfach aus dem Menü die gewünschte Anwendung und zieht diese an die gewünschte Position auf der Leiste, nicht benötigte lösen Sie daraus heraus indem Sie diese rechts anklicken und "Aus der Leiste löschen" wählen.

Nun, ganz rechts in der Leiste finden Sie den System-Bereich - hier lässt sich wenn gewünscht die Tastatur-Belegung umschalten - daneben findet sich das Menü zum Abmelden, zum Netzwerk wie aber auch zu den Einstellungen rund um den Desktop:

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

In der Mitte des Fensters sehen Sie eigentlich die Uhr die jedoch per Klick darauf so einiges weitere offenbart:

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

So etwa gerade in Rhythmbox (dem Audioplayer der GNOME-Umgebung) abgespielte Musik und die Steuerung dazu, den Kalender, eingegangene Emails und so weiter und so fort. Rhythmbox:

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

GNOME Extensions

Doch wie schon beschrieben ist nicht jeder Nutzer mit GNOME zufrieden, dazu zählt die Optik und schon gar das Panel, mit dem Menü kann nur selten jemand wirklich etwas anfangen. Nun haben die GNOME-Entwickler ein kleines Framework integriert über das sich das Panel - sagen wir einmal anpassen lässt.

Um dem Panel nun ein gescheiteres klassisches Menü hinzuzufügen und sonstige nützliche Dinge muss man nicht einmal als Administrator arbeiten - man muss nur die Webseite GNOME Shell Extensons öffnen und die Nachfrage ob die Seite auf GNOME zugreifen darf bejahen, was wir nun sehen ist eine Liste von Erweiterungen die wir in unser Panel einlagern können, hier gibt es unterschiedliche Menüs und so einige weitere nette Dinge. Öffnen Sie nun einfach den passenden Link zur Erweiterung indem Sie dessen Überschrift anklicken - auf dem Link finden Sie nun neben Screenshots auch eine kleine Schaltfläche die auf "OFF" gestellt ist:

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

Stellen Sie den Schalter auf "ON" und schon wird die Erweiterung installiert (in älteren Versionen von GNOME wird zuvor noch einmal nach gefragt):

GNOME - die Desktop-Umgebung unter Linux

Auf die selbe Art und Weise werden Sie die Erweiterung auch wieder los. Im Falle des Menüs kommen Sie trotzdem wieder in das Standard-Menü indem Sie einfach länger mit der Maus in der linken oberen Ecke verharren.

GNOME ist wie man sieht eine sehr einfach zu nutzende Desktop-Umgebung an der man zwar nicht sehr viel konfigurieren kann, es gibt aber wie schon beschrieben sehr viel an GNOME angepasste Software und selbst Linux-Einsteiger tun sich mit dieser Umgebung sehr einfach.

GNOME-Tweak-Tool

Unter auf Debian basierenden Systemen wie Ubuntu installieren Sie diese Software wie üblich ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "gnome-tweak-tool".

Nach der Installation finden Sie diese Software im Anwendungsmenü unter dem Namen "GNOME Optimierung", alternativ starten Sie die Anwendung über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

gnome-tweak-tool
GNOME-Tweak-Tool - Mehr Einstellungen für GNOME

Gleich am obersten Modul "Arbeitsoberfläche" finden Sie die Möglichkeit Icons für die wichtigsten Verzeichnisse, also etwa das Home-Verzeichnis, Netzwerk und angeschlossene Datenträger anzeigen zu lassen, aber auch das Hintergrund-Bild und der Sperrbildschirm lässt sich hier einrichten.

"Energie" wiederum lässt Sie schnell den Energiesparmodus aktivieren wenn Sie den Notebook-Deckel schließen.

Unter "Erscheinungsbild" können Sie das Desktop- und Fenster-Thema ändern.

"Fenster" wiederum lässt Sie verschiedene Einstellungen zu geöffneten Fensterm tätigen:

GNOME-Tweak-Tool - Mehr Einstellungen für GNOME

Mit "Schriften" können Sie die Schriftgröße, die Art der Schrift und ähnliches in Fenstern ändern.

Mittels "Startprogramme" legen Sie fest welche Programme automatisch mit Ihrer Anmeldung am Desktop starten:

GNOME-Tweak-Tool - Mehr Einstellungen für GNOME

und mit "Tastatur und Maus" passen Sie wiederum die Eingabe-Geräte an:

GNOME-Tweak-Tool - Mehr Einstellungen für GNOME

Über das Menü-Icon der Anwendung selbst lassen sich zusätzlich alle Einstellungen wieder zurück setzen oder bei Problemen alle Extensions auf einen Schlag deaktivieren:

GNOME-Tweak-Tool - Mehr Einstellungen für GNOME

Dconf-Editor

Eine weitere Möglichkeit an noch tiefere Einstellungen zu kommen bietet der Dconf-Editor, diese Software ist jedoch schon eher für Nutzer gedacht die sich schon etwas mehr mit GNOME und Linux auskennen.

Die Installation gelingt wie üblich über die Paket-Verwaltung durch das Paket "dconf-editor", gestartet wird die Software entweder über das Anwendungsmenü, über den Schnellstarter (Alt + F2) oder über das Terminal durch den Befehl:

dconf-editor
Dconf-Editor - Tiefer gehende Einstellungen für GNOME

Die Software ist in etwa so ähnlich aufgebaut wie der Registry-Editor von Microsoft Windows, aber um einiges einfacher zu nutzen. Per Klick (einfach) auf ein Ordner-Symbol gelangen Sie an dessen Inhalt:

Dconf-Editor - Tiefer gehende Einstellungen für GNOME

Die Einstellungen sind recht einfach gehalten, sie bestehen meist aus Ein- und Ausschalter, bei Einträgen die Sie vornehmen möchten klicken Sie einfach doppelt in die Zeile:

Dconf-Editor - Tiefer gehende Einstellungen für GNOME

Hier etwa die Einstellungen für den Bildschirmschoner die schon um einiges mehr Möglichkeiten bieten als die über das Nutzer-Menü. Über die recht klein gehaltene Menü-Leiste oben gelangen Sie wie gewünscht passende Schritte nach oben. Rechts im Menü lässt sich die komplette Anwendung nach möglichen Einstellungen zurück setzen.

Sollten Sie sich die Einstellungen soweit versaut haben das absolut nichts mehr funktioniert löschen Sie die Datei in der Modifikationen gespeichert werden am einfachsten und schnellsten am Terminal mit dem Befehl:

rm /home/nutzername/.config/dconf/user

Melden Sie sich vom Desktop ab und wieder an - alle über die Software geänderten Einstellungen sind wieder rückgängig gemacht.

Beide Anwendungen bieten Ihnen Einstellungen rund um die Desktop-Umgebung GNOME die Sie sich sonst umständlich zusammen klicken müssen oder gar nur über das Terminal oder Konfigurationsdateien erreichen.

Autostart-Programme anlegen

Mit GNOME-Tweak-Tool Mit der selben Software lassen sich auch Anwendungen konfigurieren die automatisch starten sollen - diese Funktion wurde von den GNOME-Entwicklern ja aber Version 3.12 entfernt da anscheinend überflüssig. Ein kleines Problem am GNOME-Tweak-Tool jedoch ist das sich nur Anwendungen automatisch starten lassen die einen Link unter "/usr/share/applications/" haben, selbst gebastelte Scripte fallen in diesem Fall also nicht in diese Sparte, hier hilft jedoch die Installation des Paketes "exo-utils" über die Paket-Verwaltung, wurde die Software installiert öffnen Sie das Terminal und starten als normaler Nutzer den Befehl:

exo-desktop-item-edit --create-new --type Application ~/.config/autostart
GNOME-Desktop - Tipps - Automatisch startende Anwendungen fest legen

starten Sie das grafische Fenster mit dem Sie wieder fast wie zuvor eigenen Anwendungen oder Scripte für den automatischen Start beim Einloggen fest legen.

Panel am unteren Rand

GNOME-Desktop - Panel nach unten legen

Ist Ihnen das Panel von GNOME lieber am unteren Bildschirm-Rand installieren Sie die GNOME-Shell-Extension "Bottompanel", nach wenigen Sekunden ist das Panel am unteren Rand (mehr zu den GNOME-Shell-Extensions wie schon beschrieben unter GNOME).

Gconf-Editor

Diese Software arbeitet ähnlich wie wie der Registy-Editor unter Microsoft Windows - ist aber logischer aufgebaut und einfach mit Schaltern versehen. Leider enthält diese Software nicht alle möglichen Einstellungen - deshalb installiert man sich zusätzlich das Paket "gconf-editor" den Sie nicht aus dem Anwendungsmenü heraus starten sondern über das Terminal durch den Befehl:

gconf-editor
GNOME-Desktop - Tipps - Gconf-Editor

Auch dieser Editor ist logisch aufgebaut - wenn auch nicht grafisch so nett wie die zuvor genannte Software, arbeitet dafür aber auch schneller.