Flatpack: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Linux Bibel
Wechseln zu: Navigation, Suche
K
K
 
Zeile 1: Zeile 1:
 
[[Category:System]]
 
[[Category:System]]
 +
<seo title="Flatpack - Universelle Linux-Software-Pakete" metakeywords="linux,debian,ubuntu,kubuntu,mint,fedora,manjaro,arch,flatpack,universelle,software,pakete,unter,für,alle,distributionen,nutzen,installieren" metadescription="Mit dem Flatpack-Format erhalten Sie Software unter Linux die sich auf jeder Linux-Distribution nutzen lässt, wie es funktioniert zeigt Ihnen dieser Beitrag auf der Linux Bibel" google-site-verification="AVSf_G9kQatS3exsfCCg77wPWhSUOFOgAeO7NEk2SSQ" />
 
== Informationen ==
 
== Informationen ==
 
Wenn man sich die großen und kleinen Linux-Distributionen so ansieht heben sich drei Paket-Formate heraus, also unter Debian, Ubuntu und darauf basierende Distributionen nutzen Software-Pakete im DEB-Format, open SuSE, Mandriva, Fedora und darauf basierende Systeme das RPM-Format und Slackware, Gentoo und wiederum darauf basierende Systeme das Tar.gz-Format. Die meisten großen Distributionen haben ihre eigenen Repositorys für auf das System abgestimmte Software, Ubuntu bietet aktuellere Software als etwa das stabile Debian, open SuSE wiederum bietet Software die weder Debian noch Ubuntu haben und umgekehrt.
 
Wenn man sich die großen und kleinen Linux-Distributionen so ansieht heben sich drei Paket-Formate heraus, also unter Debian, Ubuntu und darauf basierende Distributionen nutzen Software-Pakete im DEB-Format, open SuSE, Mandriva, Fedora und darauf basierende Systeme das RPM-Format und Slackware, Gentoo und wiederum darauf basierende Systeme das Tar.gz-Format. Die meisten großen Distributionen haben ihre eigenen Repositorys für auf das System abgestimmte Software, Ubuntu bietet aktuellere Software als etwa das stabile Debian, open SuSE wiederum bietet Software die weder Debian noch Ubuntu haben und umgekehrt.

Aktuelle Version vom 13. Mai 2018, 14:51 Uhr

Informationen

Wenn man sich die großen und kleinen Linux-Distributionen so ansieht heben sich drei Paket-Formate heraus, also unter Debian, Ubuntu und darauf basierende Distributionen nutzen Software-Pakete im DEB-Format, open SuSE, Mandriva, Fedora und darauf basierende Systeme das RPM-Format und Slackware, Gentoo und wiederum darauf basierende Systeme das Tar.gz-Format. Die meisten großen Distributionen haben ihre eigenen Repositorys für auf das System abgestimmte Software, Ubuntu bietet aktuellere Software als etwa das stabile Debian, open SuSE wiederum bietet Software die weder Debian noch Ubuntu haben und umgekehrt.

Nun entstanden in letzter Zeit zwei neue Paket-Formate, das Eine nennt sich Snappy und wurde von Ubuntu entwickelt, wurde vor allem dazu entwickelt Software-Pakete für Ubuntu (und darauf basierende Distributionen wie Kubuntu, Linux Mint, ...) einfacher zu erstellen - solche sollten nun auch unter Debian nutzbar sein - jedoch gibt es bisher keine Hinweise das solche Software-Pakete auch unter anderen Distributionen eingesetzt werden (wollen). Das andere Paket-Format nennt sich Flatpak und ist tatsächlich ein Format das unter allen Distributionen lauffähig sein wird.

Welchen Vorteil haben diese Paket-Formate?

Ein Debian-Paket kann man nicht (oder nur nach Konvertierung) unter Fedora installieren, umgekehrt genauso wenig, es liegt meist daran das Software verschiedene Abhängigkeiten benötigen die installiert sein müssen damit die jeweilige Software auch funktioniert, dazu muss meist auch noch die Version genaue der Abhängigkeiten vorhanden sein - oft eine schier unlösliche Aufgabe. Die neuen Paket-Formate haben nun nicht nur die gewünschte Software integriert sondern auch die benötigten Abhängigkeiten - dies macht die Installations-Pakete und die genutzte Software natürlich etwas größer - bedeutet also die Software belegt mit den Abhängigkeiten auch mehr Platz auf der Festplatte, aber sie funktioniert. Ein weiterer Vorteil - die genutzte Software ist vom restlichen System wie in einer Sandbox abgeschottet.

Flatpak

Wie schon beschrieben ist Flatpak das tatsächlich universelle Paket-Format das unter allen Distributionen genutzt werden kann, darum werde ich dieses auch als erstes besprechen.

Voraussetzungen schaffen

Um Flatpak zu nutzen gilt es sich zuerst die nötige Umgebung zu installieren, dies funktioniert je nach Distribution unterschiedlich, als erstes würde ich einfach vorschlagen die Paket-Verwaltung APT - Software installieren, löschen, aktualisieren zu versuchen, suchen Sie ganz einfach nach dem Paket "flatpak".

Debian Jessie, Stretch - Als Administrator - root nutzen Sie auf dem Terminal / Konsole / Kommandozeile folgende Befehle:

wget -O - https://sdk.gnome.org/apt/debian/conf/alexl.gpg.key%7Capt-key add -echo "deb [arch=amd64] / 
https://sdk.gnome.org/apt/debian/ jessie main" > /etc/apt/sources.list.d/flatpak.list
apt install apt-transport-https
apt update
apt install flatpak

Unter Debian Stretch (testing) ersetzen Sie "jessie" durch "strech".

Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint, ... - Sie installieren die Flatpak-Umgebung durch folgende Befehle auf dem Terminal:

sudo add-apt-repository ppa:alexlarsson/flatpak
sudo apt update
sudo apt install flatpak

Debian Sid (Siduction, Aptosid, ...) - Sie installieren die Software durch den Befehl als Administrator auf dem Terminal oder der bevorzugen Paket-Verwaltung, aber eben am schnellsten auf dem Terminal durch das Paket "flatpak":

apt-get install flatpak

Mageia - unter Mageia installieren Sie die Software ebenfalls am schnellsten als Administrator am Terminal durch einen der beiden Befehle:

dnf install flatpak
urpmi flatpak

Fedora - Auf diesem System installieren Sie die Software auf dem Terminal durch den Befehl:

sudo dnf install flatpak

Flatpak nutzen

Nach der Installation des Paketes "flatpak" gilt es als erstes die gewünschten Repositorys hinzu zu fügen - die verfügbaren werde ich am Ende des Beitrages aufführen und natürlich bei neu hinzu gekommenen diese erweitern. Als Beispiel zeige ich hier das GNOME-Repository (alle Befehle werden ab jetzt als normaler Nutzer ausgeführt):

wget https://sdk.gnome.org/keys/gnome-sdk.gpg
flatpak remote-add --user --gpg-import=gnome-sdk.gpg gnome https://sdk.gnome.org/repo/
flatpak remote-add --gpg-import=gnome-sdk.gpg gnome-apps https://sdk.gnome.org/repo-apps/

Ist dies geschehen gilt es nötige Abhängigkeiten zu installieren, im Fall von GNOME wäre dies nun das Paket "org.gnome.Platform 3.20", sie wird installiert durch den Befehl:

flatpak install gnome org.gnome.Platform 3.20
flatpak install gnome org.gnome.Platform.Locale 3.20

Nun möchte ich beispielsweise das aktuellste Paket von Libre Office installieren:

flatpak install --user --bundle LibreOffice.flatpak

Gestartet wird die installierte Software zur Zeit noch ebenfalls über das Terminal, es wird sich in nächster Zeit sicherlich vereinfachen, so wird sich entsprechende Software beispielsweise in das Anwendungsmenü eintragen, wir wollen also die installierte Software starten:

flatpak run org.libreoffice.LibreOffice

Die Software startet nun wie jede andere installierte Anwendung auch und behindert eine andere bereits installierte Version überhaupt nicht.

Weitere Hilfen rund um den Befehl "flatpack", etwa zur Deinstallation installierter Software und dergleichen finden Sie wie immer auf dem Terminal durch dessen Manpage Hilfe unter Linux über den Befehl:

man flatpak
flatpak -h

Flatpak-Repositorys

Bisher gibt es nur ein offizielles Repository für das Flatpack-Paket-Format rund um GNOME-Anwendungen, das Sie unter Flatpak-Repository finden. Ein weiteres wäre das KDE-Flatpak-Repository das Sie unter KDE-Flatpak finden.

Um selbst nach Flatpak-Paketen zu suchen ist die einfachste Methode noch immer die Suchmaschine im Internet - etwa "flatpak software" wobei man "software" natürlich durch die gesuchte Anwendung ersetzt - ist sie heute nicht da, vielleicht morgen.