Fedora: Unterschied zwischen den Versionen

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<seo title="Die Linux-Distribution Fedora" metakeywords="linux,fedora,distribution,beschreibung,testen,auf,usb,installieren,image,kopieren,partitionieren,festplatte,aufteilen,kde,gnome,xfce,cinnamon,mate,desktop-umgebung,sprache,installation,root,administrator,software,system,aktualisieren,upgrade,dnf,anwendungen,mehr,firewall,treiber,terminal,konsole,shell,kommandozeile" metadescription="Die Linux-Distribution Fedora, eine erste Beschreibung und Einführung in dieses Betriebssystem, ohne Installation testen, installieren, weitere Software installieren, Firewall konfigurieren und vieles mehr" google-site-verification="AVSf_G9kQatS3exsfCCg77wPWhSUOFOgAeO7NEk2SSQ" />
 
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Es gibt unzählige Linux-Distributionen, so an die 300 an der Zahl werden aktiv weiter entwickelt - dies sind also die Betriebssysteme mit denen der Nutzer selbst auch etwas anfangen kann. Fedora ist eine dieser Distributionen die besonders auf neueste Technologien unter Linux setzen. Das System ist selbst für Einsteiger kein großes Problem, alle sechs Monate gibt es eine neue Version dieses Systems.
 
Es gibt unzählige Linux-Distributionen, so an die 300 an der Zahl werden aktiv weiter entwickelt - dies sind also die Betriebssysteme mit denen der Nutzer selbst auch etwas anfangen kann. Fedora ist eine dieser Distributionen die besonders auf neueste Technologien unter Linux setzen. Das System ist selbst für Einsteiger kein großes Problem, alle sechs Monate gibt es eine neue Version dieses Systems.

Aktuelle Version vom 13. Mai 2018, 13:41 Uhr

Informationen

Es gibt unzählige Linux-Distributionen, so an die 300 an der Zahl werden aktiv weiter entwickelt - dies sind also die Betriebssysteme mit denen der Nutzer selbst auch etwas anfangen kann. Fedora ist eine dieser Distributionen die besonders auf neueste Technologien unter Linux setzen. Das System ist selbst für Einsteiger kein großes Problem, alle sechs Monate gibt es eine neue Version dieses Systems.

In diesem Beitrag auf der Linux Bibel wollen wir uns dieses System nun etwas genauer ansehen, Fedora kann man live nutzen - also ohne das System zu installieren und wenn gewünscht das System natürlich auch aus diesem Live-System heraus installieren.

Installationsmedium erstellen

Sie finden Fedora kostenlos unter Fedora Project zum Donwload, auf dieser Seite finden Sie zu Beginn (ganz oben) die Standard-Varianten - mit Workstation erhalten Sie die normale Desktop-Version mit der Desktop-Umgebung GNOME, Server bringt Sie zur Server-Variante ohne grafischen Desktop und mit Atomic bekommen Sie die Version für auf Atom-Prozessoren basierende Rechner.

Im unteren Drittel der Webseite finden Sie nun auf der linken Seite die Desktop-Versionen mit den so genannten Fedora-Spins, dies sind normale Fedora-Systeme die Statt GNOME als Desktop entweder KDE, XFCE, Cinnamon, LXDE, Mate oder SOAS nutzen - letzterer Desktop ist extrem sparsam und vor allem auf den afrikanischen Bildungsbereich spezialisiert (One Laptop for one child), aber natürlich auch trotzdem auf deutsch verfügbar.

Sie brennen nun das herunter geladene Image auf eine DVD oder kopieren dieses auf einen USB-Stick - die erforderlichen Schritte dazu finden Sie im Beitrag Cd-/DVD-/USB-Images.

Fedora testen und installieren

Nach der Erstellung des Start-Mediums legen Sie die DVD ein oder schließen den Stick an und starten den Rechner davon, startet nun wieder das installierte Microsoft Windows müssen Sie den Rechner nochmals neu starten und beim Start des Rechners in das BIOS / UEFI wechseln was meist durch eine der Tasten Esc Entf F2 F10 geschieht, dort wechseln Sie auf den Reiter "Boot" und wählen das Image mit Fedora als Start aus, mit der Taste F10 wird gespeichert und das System neu gestartet.

Fedora Linux testen und wenn gewünscht installieren

Warten Sie nun ab bis das System in den grafischen Desktop startet - auf DVD dauert dies etwas länger als vom Stick.

Fedora Linux testen und wenn gewünscht installieren - KDE Desktop

Im Bild sehen Sie nun den Desktop im Live-System mit der Desktop-Umgebung KDE und geöffnetem Anwendungsmenü, im Grunde genommen sieht hier Fedora nicht anders aus als andere Linux-Distributionen und hat im wesentlichen auch keine andere Software vor installiert, anders als andere hat Fedora mit KDE jedoch statt Libre Office Calligra als Office-Suite vor installiert. Man kann also in diesem Fall zum ersten Kennenlernen den Beitrag über KDE ein wenig zu Rate ziehen.

Wenn Sie es nun wünschen Fedora zu installieren klicken Sie auf das einzige Icon auf den Desktop namens "Install Fedora":

Fedora Linux installieren - Sprache auswählen

Hiermit startet der Fedora-eigene Installer in dem Sie die gewünschte Sprache für die Installation auswählen (auf Grund der Internet-Verbindung sollte dies das System jedoch schon automatisch getan haben). Klicken Sie auf "Fortfahren" und Sie gelangen zu den weiteren grundlegenden Einstellungen:

Fedora Linux installieren - grundlegende Einstellungen

Hier finden Sie die Einstellungen zur Tastatur, zur Zeitzone, zum Netzwerk (sollte hier WLAN noch nicht funktionieren nutzen Sie ein Ethernet-Kabel zum Router um später den passenden Treiber zu installieren) und zur Aufteilung der Festplatte - hierzu mehr unter Festplatte Partitionieren / Formatieren. Grundsätzlich sollte auch hier Fedora schon die richtigen Einstellungen getroffen haben - die Partitionierung sollten Sie sich jedoch genauer ansehen.

Ist dies geschehen klicken Sie auf den Schalter "Installation starten" und den Rest erledigt die Software von alleine:

Fedora Linux installieren - Installation und Benutzer

Alles was hier noch zu erledigen ist ist ein Passwort für den Administrator - root fest zu legen und einen Benutzer anzulegen was Sie ebenfalls per Klick auf die jeweiligen Schaltflächen tun. Nun warten Sie ab, die Installation selbst dauert von USB-Stick rund zehn Minuten.

Zeigt Anaconda den Schalter "Beenden" wurde die Installation abgeschlossen, klicken Sie auf ihn und starten nun das System neu. Entnehmen Sie das Medium zur Installation während der Rechner neu startet:

Fedora Linux erster Start - Bootloader

Hier meldet sich nun die Auswahl der zu startenden Systeme, haben Sie Windows während der Partitionierung überleben lassen ist dieses System ebenso hier zu finden, nach der Auswahl und Bestätigung mit der Eingabe-Taste landen Sie im Login wo Sie mit Ihrem angelegten Nutzer und dessen Passwort einloggen:

Fedora - Login

Die erste Anmeldung dauert ein paar Sekunden länger als normal da hier die komplette Umgebung erzeugt und eingerichtet wird, ist dies erledigt sitzen Sie vor Ihrem neuen Desktop:

Fedora mit KDE - der erste Start und Einrichtung

Grundsätzlich unterscheidet sich Fedora in der grafischen Oberfläche nicht von anderen Systemen, unter KDE findet sich im Anwendungsmenü im Bereich "System" mit "Discover" die grafische Paket-Verwaltung mit der Sie installierte Anwendungen aktualisieren oder löschen sowie neue Anwendungen installieren:

Fedora mit KDE - Discover - Anwendungen installieren, löschen und aktualisieren

Für Treiber und Co ist diese Software leider nicht geeignet, suchen Sie am einfachsten nach dem Begriff "apper" und installieren diese Software, diese ähnelt Synaptic voll und ganz - hiermit lassen sich auch Pakete installieren die sich nicht in der einfachen Übersicht von Discover finden lassen.

Das erste was man meist will ist etwa Treiber zu installieren die Fedora aus Gründen von Lizenzen nicht in den Repository hat. Dazu zählen viele WLAN-Treiber oder auch solche für NVIDIA- oder ATI-Grafikkarten, haben Sie also noch kein Internet ohne WLAN nutzen Sie ein Ethernet-Kabel zum Router und öffnen das Terminal / Konsole / Kommandozeile, werden zum Administrator - root und starten den Befehl:

dnf install https://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-$(rpm -E %fedora).noarch.rpm

sowie:

dnf install https://download1.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-$(rpm -E %fedora).noarch.rpm

Beide Nachfragen beantworten Sie mit der Taste "j" und bestätigen mit der Eingabe-Taste, damit werden die freien und unfreien Repositorys installiert. Nun können Sie in Apper nach Treibern für die jeweilige Hardware suchen:

Fedora mit KDE - Apper - Anwendungen installieren, löschen und aktualisieren - Rpmfusion für proprietäre Treiber und Software installieren

Hier etwa die Suche und Installation für den NVIDIA-Treiber, mehr zur Suche und Installation von Treibern unter Treiber und Firmware - Hardware erkennen, Treiber und Firmware ATI / AMD, Treiber und Firmware DVB-T, Treiber und Firmware Drucker & Scanner, Treiber und Firmware NVIDIA und Treiber und Firmware WLAN / WIFI.

Software verwalten und System aktualisieren / upgraden

Oben wurde schon Discover beschrieben, es dient als grafische Oberfläche für die Paket-Verwaltung unter Fedora mit KDE, besser ist jedoch Apper das Sie durch das Paket "apper" installieren - Apper sieht aus und arbeitet auf die selbe Weise wie auch Synaptic unter Debian und zeigt jedes einzelne verfügbare Paket, also auch Software wie Treiber, Firmware, Software für das Terminal, etc.

Mit beiden Anwendungen lässt sich installierte Software aktualisieren, also auch das komplette System oder Software auch deinstallieren oder nicht installierte Software installieren.

Auf dem Terminal / Konsole / Kommandozeile wiederum nutzen Sie ganz einfach "dnf", natürlich als Administrator - etwa zum Installieren von Software:

dnf install firefox

Zum Deinstallieren:

dnf remove firefox

Um das komplette System zu aktualisieren:

dnf upgrade

Oder zur Suche von Paketen:

dnf search Begriff

Mehr zu dnf unter dnf-WIKI

Um Fedora komplett auf eine neue Version zu aktualisieren - etwa von 27 auf 28 nutzen Sie folgende Befehle:

dnf upgrade --refresh
dnf install dnf-plugin-system-upgrade
dnf system-upgrade download --refresh --releasever=28
dnf system-upgrade reboot

Mehr dazu auch unter Fedora Upgrade

Eine weitere Software zur Verwaltung von Anwendungen finden Sie im Anwendungsmenü im zusätzlichen Bereich "Administration" namens dnfdragora:

Fedora - dnfdragora - Software installieren, deinstallieren und aktualisieren

Der Grund - Discover ist nur unter der Desktop-Umgebung KDE vorhanden.

Firewall

Software wie GUFW zur einfachen Verwaltung der Firewall ist unter Fedora nicht zu finden, hier nutzen Sie entweder professionell die Iptables oder die grafische Verwaltung Firewall die Sie im Anwendungsmenü im Bereich "Administration" finden:

Fedora - die Firewall grafisch konfigurieren mit Firewall

Die Software ist nach kurzem Überblick einfach und verständlich nutzbar, einerseits finden sich hier bereits vorkonfigurierte Profile und andererseits auch professionelle Konfiguration mit Angabe von IP-Adressen und Ports, etc. Wichtig ist der Schalter neben dem Begriff "Konfiguration", er ist auf Runtime gestellt, dies bedeutet das die Konfiguration nur bis zum nächsten Neustart gilt, erst wenn Sie diesen Schalter auf Permanent stellen bleibt die Einstellung auch erhalten!

Nach dem Ändern der Einstellung an der Firewall sollten Sie immer das Menü "Optionen / Firewalld neu laden" nutzen.

Weiteres

Nun, viel mehr ist eigentlich nicht über Fedora zu sagen. Das System ist ein sehr aktuelles Betriebssystem - Support für Updates erhält man jedoch nur etwa für ein Jahr, danach sollte man unbedingt auf die nächste Version aktualisieren um ein sicheres System vor sich zu haben. Der Rest ist Linux - und dazu finden Sie viel in diesem WIKI.

Noch mehr zu dieser Distribution finden Sie im Fedora WIKI